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Die Lieferzeit ist zu lang, obwohl jede einzelne Station schnell arbeitet. Niemand kann sagen, wo die Wochen dazwischen bleiben.

wertstromanalyse
Eine Wertstromanalyse zeigt auf einem Blatt, was in Ihrem Werk sonst niemand als Ganzes sieht: den Weg eines Auftrags vom Kundenwunsch bis zur Auslieferung, mit allen Beständen, Wartezeiten und Informationsflüssen. Ich führe die Analyse mit Ihrem Team vor Ort durch, im Werk und im Büro, und leite daraus ein Wertstromdesign ab, das die Durchlaufzeit messbar verkürzt.
Fast jedes Werk kennt seine Prozesszeiten.
Der Wertstrom umfasst alle Tätigkeiten, die ein Produkt oder eine Dienstleistung vom Rohmaterial bis zum Kunden durchläuft, wertschöpfende wie nicht wertschöpfende. Die Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) zeichnet diesen Fluss in einer standardisierten Symbolik auf: Prozessschritte mit Zykluszeit, Rüstzeit und Verfügbarkeit, Bestände zwischen den Schritten, Material- und Informationsflüsse, und unten die Zeitlinie, die Prozesszeit und Durchlaufzeit gegenüberstellt.
Diese Zeitlinie ist der Moment, in dem es im Raum still wird. Wenn einer Prozesszeit von vier Stunden eine Durchlaufzeit von 18 Tagen gegenübersteht, ist klar, wo der Hebel liegt. Nicht an der Maschine, sondern dazwischen.
Das Wertstromdesign ist der zweite Schritt: der Soll-Zustand. Er legt fest, wo Fluss möglich ist, wo Supermärkte und Kanban den Bestand begrenzen, welcher Schrittmacherprozess den Takt vorgibt und wie die Information künftig fliesst. Aus dem Unterschied zwischen Ist und Soll entstehen die Massnahmen, priorisiert nach Wirkung auf die Durchlaufzeit.


Eine Wertstromanalyse macht man nicht am Schreibtisch aus ERP-Daten. Man geht den Weg des Produkts ab, mit Stoppuhr, Klemmbrett und den Leuten, die dort arbeiten.
Nicht das ganze Werk auf einmal, sondern die Familie mit dem grössten Volumen oder dem grössten Schmerz.
Ein bis zwei Tage vor Ort mit einem gemischten Team aus Produktion, Planung, Logistik und Auftragsabwicklung. Wir gehen flussaufwärts vom Versand zum Wareneingang, zählen Bestände, messen Zeiten, erfassen Informationsflüsse.
Wo staut es sich, wo wird gewartet, wo doppelt geprüft, wo fehlt Information?
Kundentakt berechnen, Fluss und Pull festlegen, Schrittmacher definieren, Zielbestände setzen.
Jede Massnahme mit Verantwortlichem, Termin, erwarteter Wirkung auf Durchlaufzeit und Bestand, wo sinnvoll mit Aufwand-Nutzen-Bewertung.
Das Ergebnis passt an eine Wand und in eine Präsentation für die Geschäftsleitung:
Ist-Wertstrom Ihrer Produktfamilie mit Prozesszeit, Durchlaufzeit, Beständen und Informationsflüssen.
Kundentakt und Abgleich mit den Zykluszeiten jeder Station, inklusive Engpass-Nachweis.
Soll-Wertstrom (Wertstromdesign) mit Fluss, Pull-Schleifen und Schrittmacher.
Priorisierter Massnahmenplan mit Verantwortlichen, Terminen und erwarteter Wirkung.
Wertstromanalyse-Beispiel und Vorlage aus Ihrem eigenen Werk, mit denen Ihr Team weitere Familien selbst aufnimmt.
Auf Wunsch: Begleitung der Umsetzung, bis die neuen Bestände und Durchlaufzeiten stabil sind.
Erstgespräch
Sie schildern Ihre Ausgangslage, ich sage Ihnen offen, ob und wie ich helfen kann.

Häufige Fragen
Die Wertstromanalyse ist eine Lean-Methode, die den kompletten Material- und Informationsfluss eines Produkts vom Lieferanten bis zum Kunden in einer standardisierten Karte abbildet. Sie zeigt jeden Prozessschritt mit seinen Kennzahlen, die Bestände dazwischen und die Steuerungsinformation. Unten steht die Zeitlinie, die Prozesszeit und Durchlaufzeit gegenüberstellt. So wird sichtbar, wo ein Auftrag tatsächlich bearbeitet wird und wo er nur liegt. Die Analyse ist die Grundlage für das Wertstromdesign, also den geplanten Soll-Zustand.
Ein Wertstrom ist die Gesamtheit aller Schritte, die nötig sind, um ein Produkt oder eine Leistung vom Auftrag bis zur Auslieferung zu bringen. Dazu gehören wertschöpfende Schritte wie Bearbeiten oder Montieren, aber auch nicht wertschöpfende wie Transportieren, Lagern, Prüfen und Warten. Ebenso gehört der Informationsfluss dazu: Wie kommt der Auftrag zur Maschine, wer plant, wer meldet zurück? Wer den Wertstrom kennt, versteht, warum ein Auftrag drei Wochen braucht, obwohl er in vier Stunden gefertigt ist.
Zuerst wählen Sie eine Produktfamilie, also Produkte mit ähnlichem Prozessweg. Dann gehen Sie den Weg vor Ort ab, am besten flussaufwärts vom Versand zurück zum Wareneingang. An jeder Station erfassen Sie Zykluszeit, Rüstzeit, Verfügbarkeit, Losgrösse und Anzahl Mitarbeitende; zwischen den Stationen zählen Sie die Bestände. Dazu zeichnen Sie ein, wie Informationen fliessen: Kundenabruf, Produktionsplan, Lieferantenbestellung. Zum Schluss rechnen Sie die Bestände in Tage um und tragen die Zeitlinie ein. Wichtig: mit Bleistift und Papier und im Team, nicht aus dem ERP-System.
Ja. Ich arbeite mit der etablierten Symbolik: Prozesskästen mit Datenbox, Dreiecke für Bestände, Pfeile für Push- und Pull-Fluss, Blitzpfeile für elektronische Information und die Zeitlinie am unteren Rand. Im Workshop erhalten Sie diese Vorlage als Papierformat und als digitale Datei, und wir füllen sie mit Ihrem eigenen Wertstrom. Das ist das beste Beispiel, das es gibt: Ihre Halle, Ihre Zahlen. Generische Beispiele aus Lehrbüchern helfen beim Verstehen der Symbole, aber nicht bei der Entscheidung, was Sie ändern müssen.
Nicht, indem Sie Maschinen schneller machen, sondern indem Sie Liegezeiten beseitigen. Die wirksamsten Hebel sind kleinere Losgrössen, damit Aufträge nicht auf die Fertigstellung ganzer Lose warten; kürzere Rüstzeiten, damit kleine Lose wirtschaftlich sind; Pull-Steuerung mit begrenzten Beständen statt Push nach Plan; und die Beseitigung von Rückfragen und Freigabeschleifen im Office. Die Wertstromanalyse zeigt, welcher dieser Hebel bei Ihnen am meisten bringt. In meinen Projekten waren so Reduktionen von bis zu 70 % möglich.
Die Taktzeit, genauer der Kundentakt, ist die verfügbare Produktionszeit geteilt durch die Kundennachfrage im selben Zeitraum. Stehen pro Schicht 420 Minuten zur Verfügung und der Kunde braucht 210 Teile, liegt der Takt bei zwei Minuten je Teil. Der Kundentakt ist die Referenz für jede Station: Ist ihre Zykluszeit länger, ist sie der Engpass; ist sie deutlich kürzer, entsteht Überproduktion. Im Wertstromdesign richte ich Linien und Zellen auf diesen Takt aus, statt auf maximale Maschinenauslastung.
Ich rechne nach Aufwand ab, auf Basis eines Tagessatzes, oder als Paket mit klar definiertem Umfang. Ein Wertstromanalyse-Workshop umfasst in der Regel einen Vorbereitungstag, zwei bis drei Tage vor Ort mit Ihrem Team und die Ausarbeitung von Soll-Wertstrom und Massnahmenplan. Den genauen Umfang und das Angebot klären wir im unverbindlichen Erstgespräch. Konkrete Zahlen nenne ich Ihnen dort, nicht auf der Website, weil sie vom Umfang Ihres Wertstroms abhängen.
Ja, und dort ist sie oft besonders ergiebig. In der Administration bestehen Wertströme aus Übergaben zwischen Personen und Systemen: Auftragserfassung, technische Klärung, Kalkulation, Freigabe, Bestellung. Statt Beständen zähle ich offene Vorgänge in Postkörben und Ablagen, statt Rüstzeit die Einarbeitungszeit beim Wechsel zwischen Aufgaben. Typische Befunde sind Medienbrüche, Doppeleingaben und Freigabeschleifen, die Tage kosten. Als zertifizierte Lean-Expertin für Administration nehme ich diese Wertströme mit derselben Systematik auf wie in der Halle.

45 Minuten, unverbindlich. Bringen Sie Ihre Durchlaufzeit mit, ich bringe die Fragen.