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Die Produktionsplanung wird täglich umgeworfen. Eilaufträge, fehlende Teile und Maschinenausfälle bestimmen den Plan, nicht umgekehrt.

prozessoptimierung
Prozessoptimierung ist kein Projekt, das man einmal macht. Es ist die Fähigkeit eines Werks, die eigenen Abläufe zu sehen, zu messen und zu verbessern. Ich helfe Ihnen, diese Fähigkeit aufzubauen, in der Fertigung, in der Produktionsplanung und in den Büroprozessen davor und danach. Mit Werkzeugen, die ich selbst 13 Jahre lang im Werk angewendet habe.
Wenn Werkleiter mich anrufen, haben sie meist keinen Mangel an Ideen, sondern einen Mangel an Wirkung.
Prozessoptimierung heisst, einen Ablauf so zu verändern, dass er mit weniger Aufwand, weniger Zeit und weniger Fehlern dasselbe oder ein besseres Ergebnis liefert. Das klingt einfach und scheitert in der Praxis an drei Dingen: Man optimiert Einzelstationen statt den Fluss, man optimiert ohne Messung, und man optimiert ohne die Menschen, die den Prozess täglich ausführen.
Meine Beratung für Prozessoptimierung setzt deshalb immer am Gesamtprozess an. Für die Produktion heisst das Wertstromanalyse, Engpassanalyse und Verschwendungsaudit. Für die Produktionsplanung heisst das, Planungslogik, Losgrössen, Rüstzeiten und Steuerungsprinzip (Push oder Pull) gemeinsam anzuschauen, weil Produktionsoptimierung ohne Planung nur die Symptome verschiebt. Für Büroprozesse heisst das, Medienbrüche, Doppeleingaben und Freigabeschleifen aufzudecken und die Übergaben zu verschlanken.
Effizienzsteigerung ist dabei das Ergebnis, nicht das Ziel. Das Ziel ist ein Prozess, den Ihr Team versteht, beherrscht und selbst weiterentwickelt.


Bevor ich etwas verändere, will ich verstehen, wo Ihr Werk steht. Dafür nutze ich meinen Lean- und Change-Reifegrad-Check mit sieben Prüffeldern, getrennt nach Shopfloor und Office.
Den mit dem grössten Einfluss auf Liefertreue, Durchlaufzeit oder Kosten, nicht den, der am lautesten schreit.
Vor Ort, mit dem Team: Wertstrom, Prozesszeiten, Liegezeiten, Fehlerquoten, Rüstzeiten, Planungsregeln. Bei Bedarf mit Process Mining aus Ihren Systemdaten.
Ishikawa, 5-Why, A3. Nicht das Symptom behandeln, sondern die Ursache.
Neue Prozessstandards, SMED für Rüstzeiten, Kanban für Bestände, angepasste Planungsregeln, verschlankte Büroübergaben. Erst im Pilotbereich, dann breit.
Kennzahlen am Shopfloor-Board, Regelkommunikation, Standards schriftlich, Audits nach vier bis acht Wochen.
Ergebnisse, die Sie an der Linie und in den Zahlen sehen:
Prozessanalyse mit Ist-Zustand, Verschwendungsbilanz und Engpass-Nachweis.
Massnahmenplan mit Aufwand, Nutzen, Verantwortlichen und Terminen, priorisiert nach Wirkung.
Neue Prozessstandards und Arbeitsanweisungen, mit den Mitarbeitenden erarbeitet.
Kennzahlen und Board, an denen der Prozess täglich nachgehalten wird.
Empfehlung zu Automatisierungspotenzial und Tool-Unterstützung, wo sie sich rechnet.
Ein Team, das die Methode gelernt hat und den nächsten Prozess selbst optimiert.
Erstgespräch
Sie schildern Ihre Ausgangslage, ich sage Ihnen offen, ob und wie ich helfen kann.

Häufige Fragen
Prozessoptimierung ist die systematische Verbesserung eines Ablaufs mit dem Ziel, ihn schneller, günstiger, stabiler oder qualitativ besser zu machen. Sie beginnt mit der Aufnahme des Ist-Zustands, sucht die Ursachen für Verschwendung und Fehler und entwirft dann einen Soll-Prozess, der getestet, gemessen und standardisiert wird. In der Produktion geht es meist um Durchlaufzeit, Bestände, Rüstzeiten und Ausschuss, im Office um Liegezeiten, Übergaben und Medienbrüche. Der Unterschied zur einmaligen Massnahme ist die Systematik: messen, verändern, prüfen, standardisieren.
Weil die grössten Reserven eines Werks nicht in neuen Maschinen stecken, sondern in den Abläufen dazwischen. Ein Auftrag, der drei Wochen im Haus ist und vier Stunden bearbeitet wird, verliert 99 % seiner Zeit im Prozess. Prozessoptimierung holt diese Zeit zurück: kürzere Lieferzeiten, weniger gebundenes Kapital, mehr Output mit derselben Mannschaft. Dazu kommt ein zweiter Grund: Wer Prozesse optimiert, macht sie beschreibbar und lernbar. Das Werk hängt weniger an einzelnen Wissensträgern.
Für die Analyse: Wertstromanalyse, Prozessaufnahme mit Swimlane-Diagramm, Spaghetti-Diagramm, OEE-Analyse, Process Mining aus Systemdaten. Für die Ursachensuche: Ishikawa-Diagramm, 5-Why, A3-Report. Für die Verbesserung: 5S, SMED zur Rüstzeitoptimierung, Kanban und Supermärkte für Bestände, TPM für Anlagenverfügbarkeit, Poka Yoke gegen Fehler, Standardarbeit. Für die Verankerung: PDCA, Shopfloor Management, Prozessaudits. Welche Methode zuerst kommt, entscheidet der Befund, nicht der Katalog.
Zuerst messen, wo die Zeit verloren geht: Wartezeiten vor Maschinen, Suchzeiten, Rüstzeiten, Nacharbeit, Transportwege. Dann den grössten Verlust angehen. In vielen Werken ist das nicht die Maschinengeschwindigkeit, sondern der Fluss zwischen den Stationen. Konkrete Hebel sind kleinere Lose mit kürzeren Rüstzeiten, ein geordneter Arbeitsplatz nach 5S, Pull-Steuerung statt Vorproduktion und ein tägliches Shopfloor-Meeting, das Abweichungen sofort sichtbar macht. Effizienzsteigerung ist das Ergebnis dieser Schritte, nicht ein Ziel, das man verordnen kann.
Mit der SMED-Methode (Single Minute Exchange of Die). Im ersten Schritt filmen oder beobachten wir einen kompletten Rüstvorgang und trennen interne Rüstschritte (Maschine steht) von externen (Maschine läuft). Im zweiten Schritt verlagern wir alles, was extern möglich ist, nach aussen: Werkzeuge bereitlegen, Material vorstellen, Programme laden. Im dritten Schritt verkürzen wir die verbleibenden internen Schritte durch Schnellspanner, Standardpositionen und klare Rüstabläufe. Rüstzeitoptimierung ist die Voraussetzung für kleinere Lose und damit für kürzere Durchlaufzeiten.
Prozessmanagement ist die dauerhafte Organisation der Prozesse eines Unternehmens: Prozesslandkarte, definierte Prozessverantwortliche, Dokumentation, Kennzahlen und regelmässige Überprüfung. Prozessoptimierung ist die konkrete Verbesserung eines einzelnen Prozesses. Das eine ist der Rahmen, das andere die Arbeit darin. Ein Werk ohne Prozessmanagement optimiert punktuell und verliert die Ergebnisse wieder. Ein Werk mit Prozessmanagement, aber ohne Optimierung, verwaltet seine Prozesse, ohne sie besser zu machen. Ich biete beides an und empfehle meist, mit der Optimierung eines Kernprozesses zu beginnen und den Rahmen daraus zu entwickeln.
Ich rechne nach Aufwand auf Basis eines Tagessatzes ab oder als Paket mit klar definiertem Umfang, transparent und monatlich. Was ein Projekt kostet, hängt davon ab, wie viele Prozesse wir anpacken und wie viel Ihr Team selbst übernimmt. Ein einzelner Rüstzeit-Workshop ist etwas anderes als eine mehrmonatige Begleitung der Produktionsplanung. Den Umfang und das Angebot klären wir im unverbindlichen Erstgespräch. Konkrete Beträge nenne ich dort, nicht auf der Website.
Sehr eng. Die beste Linie nützt wenig, wenn die Planung sie mit grossen Losen, ständigen Umplanungen und falschen Prioritäten füttert. Umgekehrt kann die Planung nur so gut sein wie die Rüstzeiten und Durchlaufzeiten, mit denen sie rechnet. Deshalb schaue ich beides gemeinsam an: Welche Planungsregeln gelten, wie werden Losgrössen bestimmt, wird nach Push oder Pull gesteuert, wie werden Eilaufträge behandelt? Oft liegt der grösste Hebel für die Produktion in der Planung, nicht in der Halle.

45 Minuten, unverbindlich. Nennen Sie mir den Prozess, der Sie am meisten Zeit kostet.