01
Es gibt ein QM-Handbuch mit Prozessbeschreibungen. Niemand ausser der QM-Leitung hat es in den letzten zwei Jahren geöffnet.

geschäftsprozessmanagement
Geschäftsprozessmanagement heisst, dass jeder wichtige Prozess in Ihrem Unternehmen bekannt, beschrieben, gemessen und jemandem zugeordnet ist. Klingt selbstverständlich, ist es selten. Ich baue mit Ihnen ein Prozessmanagement auf, das schlank genug ist, um gelebt zu werden, in der Produktion wie in der Administration.
Prozessmanagement scheitert selten an fehlender Software.
Ein Geschäftsprozess ist eine Kette von Tätigkeiten, die aus einem Auslöser ein Ergebnis für einen Kunden machen, intern oder extern. Prozessmanagement ordnet diese Ketten: Welche Prozesse gibt es, wie hängen sie zusammen, wer ist verantwortlich, woran wird gemessen, ob sie gut laufen?
Das zentrale Werkzeug ist die Prozesslandkarte. Sie zeigt auf einer Seite die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse eines Unternehmens. Darunter liegen die einzelnen Prozessmodelle, bei mir meist als Swimlane-Diagramm, weil es die Übergaben zwischen Rollen und Abteilungen sichtbar macht. Genau dort, an den Übergaben, entstehen die meisten Fehler und Liegezeiten.
Prozessdokumentation ist dabei Mittel, nicht Zweck. Ich dokumentiere so viel wie nötig, damit ein Prozess einheitlich ausgeführt, geschult und verbessert werden kann, und so wenig wie möglich, damit die Dokumentation aktuell bleibt. Geschäftsprozessoptimierung folgt dann aus dem Prozessmanagement, weil man erst verbessern kann, was man kennt.


Ich beginne nicht mit einer Modellierungssoftware, sondern mit einem Blatt Papier und den Menschen, die den Prozess ausführen.
Mit der Geschäftsleitung: Welche Kernprozesse schaffen Wert, welche unterstützen, welche führen? Meist passt das auf eine Seite und dauert einen halben Tag.
Nicht alle auf einmal. Zuerst die Kernprozesse mit dem grössten Einfluss auf Kunde, Kosten oder Risiko.
Ist-Aufnahme mit den Beteiligten als Swimlane-Diagramm: Wer macht was, mit welchem System, mit welcher Information, in welcher Zeit? Schwachstellen, Medienbrüche und Doppelarbeit werden markiert.
Verschlankter Ablauf, klare Verantwortliche, definierte Schnittstellen, Kennzahlen. Wo es hilft, in BPMN-Notation, sonst so einfach wie möglich.
Prozessbeschreibung, Arbeitsanweisungen, Prozessverantwortliche (Process Owner) mit klarem Auftrag.
Kennzahlen, Prozessreview, Audit. Damit die Landkarte lebt und nicht im Handbuch vergilbt.
Ein Prozessmanagement, das Ihr Unternehmen selbst weiterführen kann:
Prozesslandkarte mit Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozessen.
Prozessmodelle der priorisierten Prozesse als Swimlane-Diagramm, Ist und Soll.
Prozessdokumentation mit Beschreibung, Rollen, Schnittstellen und Kennzahlen, so knapp wie möglich.
Benannte Prozessverantwortliche mit klarem Auftrag und Regeltermin.
Massnahmenliste zur Geschäftsprozessoptimierung, priorisiert nach Wirkung.
Auf Wunsch: Schulung Ihrer Prozessverantwortlichen in Modellierung, Analyse und Review.
Erstgespräch
Sie schildern Ihre Ausgangslage, ich sage Ihnen offen, ob und wie ich helfen kann.

Häufige Fragen
Prozessmanagement, auch Geschäftsprozessmanagement oder BPM, ist die systematische Gestaltung, Steuerung und Verbesserung der Prozesse eines Unternehmens. Es umfasst die Identifikation aller wichtigen Prozesse, ihre Modellierung und Dokumentation, die Zuordnung von Verantwortlichen, die Messung mit Kennzahlen und die regelmässige Überprüfung. Ziel ist, dass Abläufe nicht zufällig entstehen, sondern bewusst gestaltet sind und sich weiterentwickeln lassen. Prozessmanagement ist der Rahmen; Prozessoptimierung ist die konkrete Verbesserung darin.
Die Prozesslandkarte ist die oberste Ebene des Prozessmanagements: eine Übersicht aller Prozesse eines Unternehmens auf einer Seite, gegliedert in Führungsprozesse (Strategie, Controlling), Kernprozesse (vom Auftrag bis zur Auslieferung) und Unterstützungsprozesse (Personal, IT, Instandhaltung). Sie zeigt, wie die Prozesse zusammenhängen, und dient als Einstieg in die Detailmodelle. Eine gute Prozesslandkarte ist so einfach, dass jede Mitarbeitende ihren eigenen Prozess darauf findet. Ich erstelle sie mit der Geschäftsleitung in einem halben Tag.
Ein Swimlane-Diagramm stellt einen Prozess in Bahnen dar, wobei jede Bahn einer Rolle, Abteilung oder einem System entspricht. Die Tätigkeiten stehen in der Bahn dessen, der sie ausführt; Pfeile zeigen den Ablauf und die Übergaben zwischen den Bahnen. Der Vorteil: Man sieht sofort, wie oft ein Vorgang die Abteilung wechselt und wo Schnittstellen liegen. Jede Übergabe ist eine mögliche Fehlerquelle und Liegezeit. Ich nutze Swimlanes für die Ist-Aufnahme und das Soll-Design, weil sie ohne Schulung verständlich sind.
Zuerst wird der Prozess abgegrenzt: Wo beginnt er, wo endet er, wer ist der Kunde? Dann nehme ich den Ist-Ablauf mit den Beteiligten auf, meist in einem Workshop von einem halben bis einem Tag, als Swimlane-Diagramm. Dabei erfasse ich Bearbeitungszeiten, Liegezeiten, genutzte Systeme, Rückfragen und Fehler. Ergänzend gehe ich den Prozess vor Ort ab und, wo Daten vorliegen, hole ich den tatsächlichen Ablauf per Process Mining aus dem System. Ergebnis ist ein Ist-Modell mit markierten Schwachstellen, das die Basis für den Soll-Prozess bildet.
So ausführlich, dass eine neue Mitarbeitende den Prozess nach Einarbeitung einheitlich ausführen kann, und so knapp, dass sie aktuell gehalten wird. In der Praxis heisst das: ein Prozessmodell (Swimlane oder BPMN), eine Seite Prozessbeschreibung mit Zweck, Auslöser, Ergebnis, Rollen und Kennzahlen, und dort, wo es nötig ist, Arbeitsanweisungen mit Bildern. Alles darüber hinaus wird nicht gelesen und nicht gepflegt. Für Zertifizierungen wie ISO 9001 reicht diese Tiefe in der Regel aus, wenn die Prozesse tatsächlich gelebt werden.
Für die meisten KMU und Mittelständler reicht ein einfaches Swimlane-Diagramm mit wenigen Symbolen: Tätigkeit, Entscheidung, Übergabe, Dokument, System. BPMN 2.0 ist der Standard, wenn Prozesse später in Software abgebildet oder automatisiert werden sollen, weil die Notation maschinenlesbar ist. Ich empfehle, mit der einfachen Form zu starten und BPMN nur dort einzusetzen, wo es einen konkreten Nutzen hat. Eine Notation, die die Beteiligten nicht lesen können, verhindert die Diskussion, statt sie zu ermöglichen.
Prozessmanagement ist die dauerhafte Organisation: Landkarte, Verantwortliche, Dokumentation, Kennzahlen, Reviews. Prozessoptimierung ist die konkrete Verbesserung eines einzelnen Ablaufs, etwa die Verkürzung der Auftragsklärung oder die Rüstzeit an einer Maschine. Ohne Prozessmanagement gehen Optimierungsergebnisse verloren, weil niemand nachhält. Ohne Optimierung verwaltet Prozessmanagement nur den Status quo. Ich empfehle meist, mit der Optimierung eines Kernprozesses zu beginnen und daraus den Rahmen aufzubauen, statt zuerst ein komplettes Handbuch zu schreiben.
Process Mining rekonstruiert den tatsächlichen Ablauf eines Prozesses aus den Zeitstempeln in Ihren IT-Systemen, etwa dem ERP. Statt zu fragen, wie ein Auftrag laufen sollte, sieht man, wie er gelaufen ist: mit allen Schleifen, Wartezeiten und Ausnahmen. Es lohnt sich, wenn ein Prozess in hoher Stückzahl durch ein System läuft, zum Beispiel Auftragsabwicklung, Beschaffung oder Rechnungsbearbeitung. Für Prozesse mit wenigen Fällen oder viel Papier bleibt die klassische Aufnahme vor Ort das richtige Werkzeug. Ich bin als Data Analystin für Process Mining zertifiziert und setze es dort ein, wo die Datenlage es hergibt.

45 Minuten, unverbindlich. Wir schauen, welche Prozesse bei Ihnen niemandem gehören.