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Lucyna Gorges präsentiert eine Zielmatrix im Vorstandsraum

okr

OKR und Hoshin Kanri: Strategie, die bis an die Linie kommt

Die meisten Strategien scheitern nicht an der Idee, sondern an der Übersetzung. Zwischen dem Strategiepapier der Geschäftsleitung und dem Tagesgeschäft des Meisters liegen drei Führungsebenen und keine Verbindung. Hoshin Kanri und OKR sind zwei Methoden, diese Verbindung zu bauen. Ich führe sie in produzierenden Unternehmen ein, mit Werkzeugen, die ich selbst über alle Führungsebenen eines Werks ausgerollt habe.

Kennen Sie das?

Strategieumsetzung ist das Thema, bei dem Geschäftsführer am ehrlichsten werden.

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Die Strategie steht in einer Präsentation vom Januar. Im Oktober kann niemand auf dem Shopfloor sagen, was die drei wichtigsten Ziele des Jahres sind.

02

Jede Abteilung hat eigene Ziele, die sich gegenseitig behindern. Der Vertrieb verkauft Varianten, die Produktion will Standardisierung.

03

Es gibt zu viele Ziele. Zwanzig Kennzahlen im Cockpit, keine davon bewegt sich.

04

Ziele werden einmal im Jahr vereinbart und einmal im Jahr besprochen. Dazwischen regiert das Tagesgeschäft.

05

OKR wurde aus der Software-Welt übernommen und passt nicht zur Schichtarbeit. Nach zwei Quartalen ist es eingeschlafen.

Hoshin Kanri und OKR: zwei Wege, ein Ziel

Hoshin Kanri kommt aus dem Lean-Umfeld und heisst übersetzt etwa Kompassnadel-Steuerung. Die Geschäftsleitung legt wenige Durchbruchziele für drei bis fünf Jahre fest, bricht sie auf Jahresziele herunter und übersetzt sie Ebene für Ebene in Massnahmen und Kennzahlen. Das zentrale Werkzeug ist die X-Matrix, auch Policy Deployment Matrix genannt, die Durchbruchziele, Jahresziele, Verbesserungsprioritäten, Kennzahlen und Verantwortliche auf einer Seite verknüpft. Die Abstimmung zwischen den Ebenen heisst Catchball: Ziele werden nicht verordnet, sondern zwischen oben und unten hin- und hergeworfen, bis beide sie tragen.

Die OKR-Methode (Objectives and Key Results) verfolgt dasselbe Prinzip in kürzeren Zyklen. Ein Objective ist ein qualitatives Ziel, das motiviert; drei bis fünf Key Results machen es messbar. OKR werden quartalsweise gesetzt, wöchentlich geprüft und am Ende bewertet. Die Methode ist leichter als Hoshin Kanri, aber ohne Disziplin schnell beliebig.

Für produzierende Unternehmen kombiniere ich meist beides: Hoshin Kanri für die mehrjährige Richtung und die Werksebene, OKR für die Quartalsziele der Teams. Entscheidend ist nicht die Methode, sondern der Regelreview, der sie am Leben hält.

Lucyna Gorges in einem Meeting im Konferenzraum mit Glasfront zur Produktion
Automatisierte Fertigungszelle mit Robotern und Portallader in der Metallbearbeitung

So gehe ich vor

OKR-Einführung oder Hoshin Kanri beginnt bei mir mit einer Frage an die Geschäftsleitung: Was sind die zwei bis drei Dinge, die in drei Jahren anders sein müssen?

  • Strategie schärfen

    Workshop mit der Geschäftsleitung: Durchbruchziele, Jahresziele, Kennzahlen. Weniger ist mehr; ich streiche mit.

  • X-Matrix aufbauen

    Ziele, Prioritäten, Kennzahlen und Verantwortliche verknüpfen. Für die Werksebene, dann für die Bereiche.

  • Catchball mit den Ebenen

    Bereichsleiter und Meister prüfen, ob die Ziele erreichbar sind und was sie dafür brauchen. Ziele werden angepasst, nicht verordnet.

  • OKR für Teams formulieren

    Quartalsziele mit drei bis fünf Key Results je Team, verbunden mit den Werkszielen. Ich trainiere die Teams darin, gute Key Results zu schreiben: Ergebnisse, keine Aufgaben.

  • Review-Rhythmus etablieren

    Wöchentlicher Check im Team, monatlicher Review je Bereich mit A3, quartalsweise Bewertung mit der Geschäftsleitung. Termine stehen im Kalender, bevor ich gehe.

  • Mit Shopfloor Management verbinden

    Die Werksziele erscheinen auf den Boards. Der Meister sieht täglich, ob sein Bereich auf Kurs ist.

Was Sie erhalten

Ein Steuerungssystem, das Strategie und Tagesgeschäft verbindet:

  • Geschärfte Strategie mit zwei bis fünf Durchbruchzielen und messbaren Jahreszielen.

  • X-Matrix für Werk und Bereiche, mit Verantwortlichen und Kennzahlen.

  • OKR-Sets je Team für das erste Quartal, inklusive Schreibregeln und Vorlage.

  • A3-Reports für die Verbesserungsprioritäten des Jahres.

  • Review-Kalender mit Agenda, Rollen und Eskalationslogik, verbunden mit dem Shopfloor Management.

  • Ausgebildete Führungskräfte, die Catchball, Review und A3 selbst moderieren.

Erstgespräch

Jetzt Gespräch buchen: 45 Minuten, unverbindlich.

Sie schildern Ihre Ausgangslage, ich sage Ihnen offen, ob und wie ich helfen kann.

Lucyna Gorges, Lean- und Change-Beraterin, XLG SWISS

Häufige Fragen

Hoshin Kanri und OKR: das fragen Geschäftsleitungen

Was ist OKR?

OKR steht für Objectives and Key Results, eine Methode zur Zielsetzung und Zielverfolgung. Ein Objective ist ein qualitatives, motivierendes Ziel, etwa: Unsere Liefertermine sind verlässlich. Drei bis fünf Key Results machen es messbar, zum Beispiel: Termintreue von 82 auf 95 %, Durchlaufzeit von 18 auf 10 Tage. OKR werden meist quartalsweise gesetzt und wöchentlich geprüft. Die Methode wurde in der Technologiebranche bekannt, funktioniert aber auch in Werken, wenn die Zyklen an den Produktionsalltag angepasst werden.

Was ist Hoshin Kanri?

Hoshin Kanri ist die Methode der Strategieumsetzung aus dem Lean Management, auch Policy Deployment genannt. Die Geschäftsleitung legt wenige Durchbruchziele für mehrere Jahre fest und bricht sie über Jahresziele, Verbesserungsprioritäten und Kennzahlen bis auf die operative Ebene herunter. Das Werkzeug dafür ist die X-Matrix. Kernprinzip ist der Catchball: Ziele werden zwischen den Ebenen abgestimmt, nicht verordnet. Regelmässige Reviews, meist monatlich, halten die Umsetzung nach. Hoshin Kanri ist langfristiger und strukturierter als OKR.

Was ist der Unterschied zwischen OKR und KPI?

Eine KPI (Key Performance Indicator) ist eine Kennzahl, die den laufenden Zustand eines Prozesses misst, zum Beispiel OEE, Termintreue oder Ausschussquote. Sie zeigt, ob das Geschäft gesund ist. Ein OKR beschreibt eine gewollte Veränderung in einem Zeitraum: von wo nach wo bis wann. KPIs beobachten, OKR bewegen. In der Praxis werden Key Results oft aus KPIs gebildet: Die KPI Termintreue liegt bei 82 %, das Key Result lautet, sie bis Quartalsende auf 95 % zu bringen. Ein Werk braucht beides, verwechseln sollte es sie nicht.

Wie führe ich OKR ein?

Starten Sie klein: ein Führungsteam, ein Quartal, maximal drei Objectives mit je drei bis fünf Key Results. Trainieren Sie das Schreiben guter Key Results; die meisten ersten Versuche sind Aufgabenlisten, keine Ergebnisse. Legen Sie einen wöchentlichen Check von 15 Minuten fest und einen Review am Quartalsende, in dem bewertet und gelernt wird. Verbinden Sie die OKR mit vorhandenen Kennzahlen und Boards, statt ein Parallelsystem zu bauen. Erst nach zwei Quartalen auf weitere Teams ausrollen. Die häufigsten Fehler sind zu viele Ziele, fehlende Reviews und OKR, die als Bonusgrundlage missbraucht werden.

Was bringt Strategieumsetzung mit der X-Matrix?

Die X-Matrix zwingt zur Klarheit auf einer Seite. Sie verknüpft langfristige Durchbruchziele, Jahresziele, Verbesserungsprioritäten und Kennzahlen miteinander und ordnet jeder Priorität Verantwortliche zu. Der Nutzen: Man sieht sofort, welche Massnahme auf welches Ziel einzahlt, welche Ziele keine Massnahmen haben und wer überlastet ist. Die Matrix ist das Herzstück von Hoshin Kanri und die Grundlage für den monatlichen Review. Ich habe sie über alle Führungsebenen eines Werks eingeführt; sie funktioniert auf Papier ebenso wie digital.

Was kostet eine OKR-Beratung?

Ich rechne nach Aufwand auf Basis eines Tagessatzes ab oder als Paket mit definiertem Umfang. Eine OKR-Einführung besteht typischerweise aus einem Strategie-Workshop mit der Geschäftsleitung, ein bis zwei Tagen Zielformulierung und Training mit den Teams und der Begleitung der ersten Reviews über ein bis zwei Quartale. Hoshin Kanri mit X-Matrix über mehrere Ebenen ist umfangreicher. Den konkreten Umfang und das Angebot klären wir im unverbindlichen Erstgespräch; Beträge nenne ich dort, nicht auf der Website.

Wie wird die Zusammenarbeit abgerechnet?

Transparent und monatlich, entweder nach tatsächlichem Aufwand auf Tagessatzbasis oder als Paket mit festgelegtem Umfang und Preis. Vor Beginn erhalten Sie ein Angebot, das den Umfang klar beschreibt: welche Workshops, wie viele Tage vor Ort, welche Begleitung danach. Es gibt keine versteckten Zusatzkosten und keine Mindestlaufzeit. Wenn sich während des Projekts zeigt, dass mehr oder weniger nötig ist, besprechen wir das offen. Die Zahlen dazu gehören ins Gespräch, nicht auf eine Website.

Passt OKR überhaupt in einen Produktionsbetrieb?

Ja, mit Anpassungen. Der Quartalszyklus passt gut zur Werksebene und zu Bereichsleitern, für Schichtteams sind oft Monatsziele sinnvoller, die an das Shopfloor-Board angebunden sind. Key Results müssen sich aus Kennzahlen speisen, die ohnehin gemessen werden: OEE, Termintreue, Durchlaufzeit, Ausschuss, Unfallzahlen. Und die wöchentlichen Checks werden in die bestehende Regelkommunikation integriert, nicht als zusätzliches Meeting. Wer OKR unverändert aus der Software-Welt übernimmt, scheitert meist; wer die Logik übernimmt und die Form anpasst, hat ein wirksames Werkzeug.

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